Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus

Was Multiple Sklerose (MS) auslöst, ist bis heute ungeklärt. Eine potenzielle Ursache ist das Epstein-Barr-Virus, kurz EBV. Wie dieses Virus, das die meisten Menschen in sich tragen, ohne dadurch Probleme zu haben, eventuell eine Rolle spielt bei der Autoimmunerkrankung, haben Neurologen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster näher untersucht und kommen zu folgendem Ergebnis: Das Virus könnte ursächlich sein für die schädlichen Prozesse, die bei MS im Nervensystem ablaufen. Darauf deutet eine auffällig hohe Zahl von EBV-spezifischen T-Zellen bei den Betroffenen hin, die für eine aktive – und dann folgenreiche – EBV-Infektion bei ihnen spricht.

Eine gesunde Nervenzelle und ein Neuron mit zerstörten Myelinscheiden durch MS. Biogen stellte kürzlich neue Daten zur Behandlung von MS vor.

Biogen präsentiert neue Daten zu MS

Biogen präsentierte auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) im April zahlreiche neue Daten. So erlauben aktuelle Ergebnisse weitere Rückschlüsse auf die Wirksamkeit und Sicherheit eines verlängerten Verabreichungsintervalls von Natalizumab (TysabriTM) intravenös (i.v.). Darüber hinaus können Daten aus der klinischen Praxis die hohe Persistenz- und Adhärenzrate von Diroximelfumarat (VumerityTM) bestätigen.

Tolebrutinib zeigt beste Kombination aus Gehirngängigkeit und Wirksamkeit

Neue präklinische Daten zeigen, dass Tolebrutinib, Sanofis in der Erforschung befindlicher oraler Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor zur Behandlung von Multipler Sklerose im Vergleich mit Evobrutinib und Fenebrutinib als einziger BTK-Inhibitor ausreichend hohe Konzentrationen im Zentralnervensystem (ZNS) erreicht und in der Lage ist, BTK-Signalwege im ZNS zu modulieren.