Interview: „Progressionsrisiko von Meningeomen zuverlässiger vorhersagen“

Meningeome können gutartig bis hochgradig aggressiv sein, entsprechend unterscheiden sich Outcome und Therapie. Bisher gab es nur molekulare Biomarker für die WHO-Risikogruppe 3, doch nun hat eine internationale Gruppe von Forscher*innen, zu denen Prof. Dr. Dr. Felix Sahm zählt, ein Modell entwickelt, das das Progressionsrisiko auch für Meningeome WHO Grad 1 und 2 besser vorhersagt als das bisherige.

Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie – Pathomechanismen und analgetische Lokaltherapie

Die Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN) ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Chemotherapeutika. Insgesamt entwickeln etwa 50–90 % der Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, Symptome einer CIPN. Verschiedene Substanzklassen wie Platinderivate, Vincaalkaloide oder Taxane, aber auch neuere Therapeutika wie Immuncheckpoint-Inhibitoren, führen über unterschiedliche Pathomechanismen zu einer direkten oder indirekten Schädigung peripherer Nerven und verursachen so neuropathische Schmerzen, die die Lebensqualität betroffener Patienten deutlich einschränken.

Neue Therapieoption beim HER2-positiven metastasierten Mammakarzinom

Nach Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur ist Trastuzumab-Deruxtecan seit Anfang Februar in Deutschland unter dem Handelsnamen ENHERTU® kommerziell verfügbar. Zugelassen ist ENHERTU® als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen PatientInnen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Mammakarzinom, die bereits mindestens zwei gegen HER2 gerichtete Vortherapien erhalten haben.