Erstmals deutsche S3-Leitlinie zum Multiplen Myelom erschienen

Erstmals ist in Deutschland eine S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patient*innen mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und für Betroffene mit Multiplem Myelom erschienen. Das Ziel ist es, evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und daraus Standards für die Diagnostik und Therapie von Betroffenen mit MGUS oder Multiplem Myelom in Deutschland zu etablieren.

ASH 2021: Neue klinische Daten zu Daratumumab-Rd bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom ohne ASZT-Option

Auf der ASH-Jahrestagung Anfang Dezember 2021 wurden unter anderem aktuelle Studiendaten zu Daratumumab (Darzalex®) in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (DRd) bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) infrage kommen, vorgestellt. Neben einer Subgruppenanalyse der MAIA-Studie zu Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, wurden eine Therapiesequenzsimulation und US-amerikanische Real-World-Daten präsentiert.

ASH 2021: Zwei neue Therapieansätze für stark vorbehandelte Patienten mit r/r Multiplem Myelom vorgestellt

Die im Rahmen der ASH-Jahrestagung 2021 vorgestellten neuen Studiendaten zu zwei bispezifischen, T-Zell-rekrutierenden Antikörpern zeigen ein anhaltendes und sich vertiefendes Ansprechen. Talquetamab (anti-GPRC5D/CD3) und Teclistamab (anti-BCMA/CD3) binden sowohl an der Oberfläche von Myelom- als auch T-Zellen und zeigen in den Phase-1/2-Studien keine neuen Sicherheitssignale.

Update CARTITUDE-2-Studie: Einmalige Cilta-Cel-Infusion induziert frühes und tiefes Ansprechen bei Lenalidomid-refraktärem, rezidiviertem MM

iltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) ist eine gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete CAR-T-Therapie. Die offene Multikohorten-Phase-II-Studie CARTITUDE-2 (NCT04133636) untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit von Cilta-Cel in verschiedenen klinischen Situationen bei r/r MM-Patienten.

Multiples Myelom: Mit CD38-AK im Rezidiv effektiv therapieren

Bei der Rezidivtherapie des relapsed/refractory Multiplen Myeloms (rrMM) ist ein wichtiges Unterscheidungkriterium, so Prof. Dr. med. Christoph Renner, Zürich, CH, auf einem von Sanofi Aventis unterstützten Satellitensymposiums während der DGHO Jahrestagung, ob die Patienten Lenalidomid-refraktär sind oder nicht. Auch im Falle der Refraktärität stehen mit den CD38-Antikörpern wie Isatuximab oder Daratumumab noch effektive Optionen zur Verfügung.

Therapieoptionen beim refraktären und rezidivierten Multiplen Myelom

Für die Therapie des refraktären oder rezidivierten Multiplen Myeloms (RRMM) gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieansätze. Im Verlauf der Erkrankung kommt es jedoch in aller Regel zu Rezidiven mit jeweils meist kürzeren Remissionszeiten als in der jeweiligen Vortherapie. Es gilt in jedem Stadium der Erkrankung die bestmögliche Therapie für jeden Patienten einzusetzen.