ASCO 2022:  Nasopharynxkarzinom – Krankheitsmanagement und Toxizität

Bei dem mehrheitlich in Südostasien auftretenden Nasopharynxkarzinom rückt, wie bei vielen Krebsentitäten, die Lebensqualität der Betroffenen, auch während der Therapie, in den Fokus. Die richtige Balance zwischen Krankheitsmanagement und Toxizität muss gefunden werden. Das individuelle Risikoprofil der Betroffenen ist ein entscheidender Faktor bei der Therapieentscheidung.

Ohrspeicheldrüsentumor: Weltweit erster roboterassistierter minimalinvasiver Eingriff gelungen

Zum ersten Mal weltweit haben Spezialisten in Kiel einen Tumor der Ohrspeicheldrüse (Glandula Parotis) mit Hilfe roboterassistierter Technologie minimalinvasiv entfernt. Im Gegensatz zu bisherigen Operationsmethoden waren dafür nur minimale Schnitte am Hals nötig, insbesondere die Mimik des Patienten blieb vollständig erhalten. Mit Hilfe des Roboters können zudem anatomisch versteckt und chirurgisch ungünstig liegende Tumoren – wie bei dem Patienten in Kiel – besser erreicht werden, der bereits wenige Tage nach dem Eingriff das Krankenhaus schmerzfrei verlassen konnte.

Seltene Tumoren der Medianen Schädelbasis

Aus chirurgischer Sicht stellen Tumoren der medianen Schädelbasis eine echte Herausforderung dar. Die Tiefe der anatomischen Lokalisation im Clivus, der Felsenbeinspitze, der Sella und dem Sinus cavernosus sowie die enge Lagebeziehung neurovaskulärer Strukturen macht die Erreichbarkeit schwierig. Die in den 1970ern und 1980ern entwickelten offenen mikroskopischen Zugänge bieten trotz ihrer meist maximalen Invasivität selten in der Tiefe eine gute Übersichtlichkeit, weshalb hiermit oftmals nur Teilresektionen erreicht werden.