Nierenzellkarzinom: EU-Zulassung für Pembrolizumab als erste Therapie im adjuvanten Setting

Pembrolizumab ist jetzt als Monotherapie für Erwachsene mit Nierenzellkarzinom zugelassen, bei denen ein erhöhtes Rezidivrisiko nach einer Nephrektomie oder nach einer Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen besteht. Pembrolizumab ist damit die erste Immuntherapie, die in Europa im adjuvanten Setting für diese Patienten mit Nierenzellkarzinom nun früher im Verlauf ihrer Behandlung als Therapieoption zur Verfügung steht.

TIL-Therapie beim malignen Melanom

Die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Melanom hat sich dank Immuncheckpoint-Inhibitoren und zielgerichteten Therapien mit BRAF-Inhibitoren in den ver-gangenen Jahren stark verbessert. Leider stirbt aber immer noch die Mehrheit der Patienten mit metastasiertem Melanom an ihrer Erkrankung, daher braucht es weitere Therapieansätze. Die Behandlung mit in vitro aktivierten und expandierten tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TIL) zeigt bei bis zu 50 % der Patienten ein langanhaltendes Ansprechen.

ASH 2021: Zwei neue Therapieansätze für stark vorbehandelte Patienten mit r/r Multiplem Myelom vorgestellt

Die im Rahmen der ASH-Jahrestagung 2021 vorgestellten neuen Studiendaten zu zwei bispezifischen, T-Zell-rekrutierenden Antikörpern zeigen ein anhaltendes und sich vertiefendes Ansprechen. Talquetamab (anti-GPRC5D/CD3) und Teclistamab (anti-BCMA/CD3) binden sowohl an der Oberfläche von Myelom- als auch T-Zellen und zeigen in den Phase-1/2-Studien keine neuen Sicherheitssignale.

Management von immunvermittelten Nebenwirkungen unter Immuncheckpoint-Inhibitortherapie

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben mittlerweile einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung von Patienten mit verschiedenen Krebsentitäten wie unter anderem dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) oder dem malignen Melanom. Für zahlreiche Patienten sind ICI ein echter therapeutischer Fortschritt, allerdings rücken Nebenwirkungen zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit.

AIO 2021: Präzisionsonkologie trifft… Onkologen und Pathologen

2030 ist Präzisionsonkologie Standard, extrem komplex und nach Ansicht von Dr. med. Alexander Desuki, Mainz, ein komplett neues Feld bzw. ein neuer Facharzt oder eine Subspezialisierung. Pathologe Prof. Albrecht Stenzinger, Heidelberg, fügte hinzu, für ihn bedeute 2030 Präzisionsonkologie vor allem Interdisziplinarität.

Endometriumkarzinom: Ab sofort Überlebenszeit ohne Chemo!

Weltweit kommt das Endometriumkarzinom (EC, Gebärmutterkörperkrebs) mit 150.000 neuen Fällen pro Jahr vor. In Deutschland schätzt man, dass es 10 bis 25 auf 100.000 Frauen trifft. Übergewicht und Lebensstil spielen als ätiologische Faktoren eine Rolle. Die höchsten Inzidenzen des EC zeigt Saudi-Arabien, weil dort Adipositas und Diabetes extrem zunehmen. Auch beim EC gibt es eine genetische Belastung (Lynch-Syndrom).

Zirkulierende Tumorzellen: Multikulturell, manipulativ und häufig in Begleitung – Gibt es neue Perspektiven?

Immer mehr Menschen leben mit der Diagnose Krebs, wobei Brust-und Prostatakrebs dominieren. Durch verbesserte Behandlungsmethoden steigt auch die Rate an Personen, die die Erkrankung überleben. Ein Drittel der Betroffenen lebt weiter mit der Erkrankung oder hat ein erhöhtes Risiko, einen Rückfall zu erleiden und zu versterben. Gesucht werden Biomarker − bevorzugt im Blut − um die Erkrankung besser zu verstehen, zu beobachten, früher einzugreifen und eine sogenannte personalisierte Therapie durchführen zu können.