3D-Illustration von vermehrten weißen und roten Blutkörperchen bei der AML.

AML personalisiert therapieren

Die Ulmer Universitätsmedizin ist seit vielen Jahren an der Entwicklung von personalisierten Therapien für die akute myeloische Leukämie (AML), der häufigsten akut verlaufenden Leukämieform in Deutschland, beteiligt. Da die meist älteren Patienten aufgrund von Begleiterkrankungen häufig nicht mit einer intensiven Chemotherapie behandelt werden können, werden in der Therapie bisher standardmäßig die Substanzen Azacitidin und Decitabin eingesetzt. Eine internationale Studie mit maßgeblicher Beteiligung der Ulmer Universitätsmedizin zeigt nun, dass die Behandlung durch die Kombination neuer Medikamente zu signifikant besseren Therapieergebnissen führt. 

ASH 2021: Ibrutinib mit signifikantem Gesamtüberlebensvorteil gegenüber FCR

Auf dem Kongress der American Society of Hematology im Dezember 2021 wurden Ergebnisse einer multizentrischen, retrospektiven Real-World-Studie vorgestellt. Die Studie verglich die Wirksamkeit von Ibrutinib mit der Wirksamkeit der Kombination aus Fludarabin, Cyclophosphamid und Rituximab bei therapienaiven PatientInnen mit Chronischer Lymphatischer Leukämie.

Subanalyse ELEVATE RR-Studie: Acalabrutinib bei vorbehandelter CLL besser verträglich als Ibrutinib

Die offene multizentrische Phase-III-Nicht-Unterlegenheitsstudie ELEVATE RR verglich erstmals den Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) der zweiten Generation Acalabrutinib (100 mg bid) mit Ibrutinib (420 mg, qd) bei 533 Patienten mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) und Hochrisiko-Merkmalen (17p- und/oder 11q-Deletion) [1].

AML: Real-World-Daten bestätigen Ergebnisse für Chemo-Kombi-Produkt CPX-351

CPX-351 ist die liposomal umhüllte Kombination von Cytarabin und Daunorubicin in fixem molarem 5:1-Verhältnis. Seit 2018 ist CPX-351 in der EU für die Behandlung erwachsener Patienten mit neu diagnostizierter AML zugelassen. Deutsche Studiengruppen werteten retrospektiv Patientendaten aus dem Praxisalltag aus und bestätigten die Effektivität und Sicherheit der Chemotherapie.

Großzellige B-Zell-Lymphome: Einsatz der CAR-T-Zell-Therapie in der zweiten Therapielinie

Eine beim ASH präsentierte Zwischenanalyse der randomisierten, Placebo-kontrollierten Studie TRANSFORM bestätigt den großen Nutzen einer früh eingesetzten CAR-T-Zell-Therapie für Patienten mit aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Die Studie untersucht das CAR-T-Zell-Produkt Lisocabtagene maraleucel (liso-cel) bei großzelligen B-Zell-Lymphomen in der zweiten Therapielinie.