Neurobiologie und Neuropsychologie der Verhaltenssüchte am Beispiel der Gaming Disorder

Für eine optimierte Prävention und Behandlung von suchtartig ausgeübten Verhaltensweisen ist ein Verständnis der neuropsychologischen und neurobiologischen Prozesse notwendig. Bisherige Forschung zeigt, dass eine Überaktivierung belohungsassoziierter Prozesse und eine Herunterregulierung selbstregulatorischer Fähigkeiten für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Verhaltenssüchten wichtige Mechanismen darstellen.

Crystal Meth − Verbreitung, Hilfesystem und Konsumgewohnheiten

Crystal Meth ist ein hochpotentes Amphetaminderivat, das Euphorie, Unternehmungsfreude sowie eine Steigerung des Selbstwertgefühls auslöst und gleichzeitig das Schlafbedürfnis sowie Hunger und Durst unterdrückt. Während des Entzuges fühlen sich Konsumenten reizbar, ängstlich oder deprimiert (Postkonsumsyndrom), sie erleben ein starkes Drogenverlagen (Craving). Zu den langfristigen Nebenwirkungen zählen Atemwegs- und Infektionserkrankungen sowie Angststörungen, Depression und Suizidalität.