Schlaganfallforschung ohne Tierversuche: „Mini-brains“ statt Mausmodell

Erforscht man Schäden durch Schlaganfälle, kommt man nicht um sie herum: Mäuse. An ihren Hirnen werden Gefäßverschlüsse und deren Folgen simuliert – bis jetzt: Die Zukunft könnte „mini-brains“ aus dem Labor gehören. Mit ihnen will ein Forscherteam aus der Medizin und der Chemie der Universität Duisburg-Essen neue Methoden in der Schlaganfallforschung ohne Tierversuche etablieren.

Aktuelle Aspekte der Sekundärprävention des ischämischen Schlaganfalls

Der Schlaganfall kannmit geschätzt 270.000 Fällen pro Jahrin Deutschland zu den Volkskrankheiten gezählt werden. Man unterscheidet zwischen ischämischen zerebrovaskulären Ereignissen (etwa 85 %, Transitorisch ischämische Attacke vs. ischämischer Schlaganfall) und Hirnblutungen (etwa 15 %). Neben der Akuttherapie und der Ursachenabklärung stellt die Sekundärprävention einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung dar.

Neurologische Rehabilitation nach Schlaganfall

Die neurologische Rehabilitation ist ein wesentliches Element in der Versorgung von Schlaganfallpatienten und schließt sich unmittelbar an die Akutversorgung an. Sie ist multimodal und erfolgt in definierten Rehabilitationsphasen, welche die Defizite und Ressourcen der Rehabilitanden berücksichtigen. Grundlage der Behandlungsstrategien ist die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich als Reaktion auf umschriebene zentrale Läsionen neu zu organisieren (neuronale Plastizität).