Langfristiger Benzodiazepin-Gebrauch greift Synapsen an

Benzodiazepine sind wirksame und weit verbreitete Medikamente zur Behandlung von Angstzuständen und Schlafstörungen. Während Kurzzeitbehandlungen als sicher gelten, kann ihre langfristige Einnahme zu körperlicher Abhängigkeit und vor allem bei älteren Menschen zu kognitiven Beeinträchtigungen führen. Auf welche Weise Benzodiazepine diese Veränderungen auslösen, war bisher unbekannt.

Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen: guter Schlaf ist wichtig

Kinder und Jugendliche mit Epilepsie treffen Schlafprobleme oft besonders schwer. So können sich nächtliche Anfälle und damit verbundene Schlafstörungen wechselseitig verstärken – mit ungünstigen Auswirkungen auf Entwicklung, Kognition und Konzentration. Studiendaten zeigen, dass Perampanel (Fycompa®) nicht nur die Anfallshäufigkeit reduziert, sondern auch die Schlafqualität verbessert.

Obstruktive Schlafapnoe – Mehr als ein Schnarchgeräusch

Eine Obstruktive Schlafapnoe kann die Lebenserwartung von Patienten verkürzen. Bei der Erkrankung kommt es während des Schlafs regelmäßig zum Kollaps des Pharynx und damit zum faktischen Atemstillstand. Infolge des unterbrochenen und unerholsamen Schlafs leiden Betroffene unter einer exzessiven Tagesmüdigkeit und neurokognitiven Dysfunktionen. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung.

Chronotherapeutika bei neurodegenerativen Erkrankungen

Das zirkadiane System synchronisiert die innere zentrale und die peripheren Uhren untereinander und mit dem äußeren Tagesverlauf. Es ist bei neurodegenerativen Erkrankungen häufig stark beeinträchtigt. Das kommt in gestörtem Schlaf-Wach-Verhalten zum Ausdruck, wie zu beobachten bei den nächtlichen Unruhezuständen bei Demenz und bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung, die häufig der Parkinson-Erkrankung vorausgeht oder diese begleitet.