Von First Episode bis Negativsymptomatik: Das Antipsychotikum Cariprazin überzeugt im breiten Einsatz

In einem virtuellen Pressegespräch tauschten sich Dr. Thomas Aubel, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik Essen-Mitte, und Fatih Keskin, Oberarzt an der Klinik Königshof, Krefeld, über den praktischen Einsatz des Partialagonisten Cariprazin (Reagila®) bei unterschiedlichsten Patienten mit Schizophrenie aus. „Klinische Studien belegen die sehr gute Wirksam- und Verträglichkeit des Antipsychotikums. Cariprazin ermöglicht dank seines einzigartigen Rezeptorprofils sowohl bei Patienten mit akuter Symptomatik wie auch bei persistierenden Negativsymptomen eine effektive Kontrolle“, so Keskin.

Erstmals Ähnlichkeit zwischen Schizophrenie und Demenz entdeckt

Forscher verglichen erstmals Schizophrenie und frontotemporale Demenz, Erkrankungen, die in den frontalen und Schläfenlappen-Regionen des Gehirns verortet werden. Die Idee geht auf Emil Kraepelin zurück, der 1899 den Begriff der „Dementia praecox“ prägte, um den fortschreitenden geistigen und emotionalen Verfall junger Patienten zu beschreiben. Schnell wurde sein Ansatz angezweifelt, da nur 25 Prozent der Betroffenen diese schlechte Verlaufsform zeigten.

ROVI erhält positive CHMP-Empfehlung für Okedi® zur Behandlung von Schizophrenie

Das Unternehmen Laboratorios Farmacéuticos Rovi, S.A. (ROVI) gab bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Empfehlung für die Zulassung von Okedi® (Risperidon ISM®) zur Behandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen, bei denen eine Verträglichkeit und Wirksamkeit von oralem Risperidon gegeben ist, ausgesprochen hat.

Früherkennung und Behandlung der Schizophrenie

Schizophrenie ist eine diagnostische Kategorie, die eine Vielzahl von unterschiedlichen klinischen Symptombildern beschreibt. Die oft allmähliche Entwicklung psychotischer Symptome, Zögern bei der Kontaktaufnahme zu Hilfsangeboten und manchmal inadäquate Reaktionen durch erste Anlaufstellen können zu einer Verzögerung des Beginns einer geeigneten Behandlung führen.

Nonverbale Kommunikation bei psychotischen Erkrankungen

Neben der Sprache benutzen wir im Alltag viele nonverbale Signale, um Informationen besser zu transportieren und interpretieren zu können. Wichtige nonverbale Signale sind Stimmmelodie, Gesichtsausdrücke und Gesten. Patienten mit psychotischen Erkrankungen haben besonders Schwierigkeiten, solche Signale zu verstehen und zu benutzen. Viele Schizophrenie Patienten benutzen Gesten falsch, was soziale Interaktion und Funktionsfähigkeit einschränkt. Erste Behandlungsversuche prüfen den Einsatz von Psychotherapietechniken und nichtinvasiver Hirnstimulation.

Schizophrenie und ihre psychischen Komorbiditäten – Was bei Diagnostik und Therapie zu beachten ist

Komorbiditäten bei Patienten mit einer Schizophrenie kommen häufig und in großer Vielfalt vor. Sie können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Aus diesem Grund sollten eine Schizophrenie und ihre Komorbiditäten integrativ behandelt werden, wobei Interventionen für beide oder sogar für mehrere Störungsbilder beinhaltet werden sollen.

Kasuistik: Kultursensible Behandlung und langwirksame Antipsychotika (LAI) bei einem muslimischen Migranten mit Schizophrenie

Migranten haben verglichen mit der einheimischen Bevölkerung ein höheres Risiko an Schizophrenie zu erkranken. In Europa ist das relative Risiko, an psychiatrischen Störungen zu erkranken bei Einwanderern aus der Türkei höher als bei Einheimischen. Soziale Faktoren wie Diskriminierung und Anpassungsanforderungen im Einwanderungsland können das Auftreten von psychotischen Störungen begünstigen.