Früherkennung und Behandlung der Schizophrenie

Schizophrenie ist eine diagnostische Kategorie, die eine Vielzahl von unterschiedlichen klinischen Symptombildern beschreibt. Die oft allmähliche Entwicklung psychotischer Symptome, Zögern bei der Kontaktaufnahme zu Hilfsangeboten und manchmal inadäquate Reaktionen durch erste Anlaufstellen können zu einer Verzögerung des Beginns einer geeigneten Behandlung führen.

Nonverbale Kommunikation bei psychotischen Erkrankungen

Neben der Sprache benutzen wir im Alltag viele nonverbale Signale, um Informationen besser zu transportieren und interpretieren zu können. Wichtige nonverbale Signale sind Stimmmelodie, Gesichtsausdrücke und Gesten. Patienten mit psychotischen Erkrankungen haben besonders Schwierigkeiten, solche Signale zu verstehen und zu benutzen. Viele Schizophrenie Patienten benutzen Gesten falsch, was soziale Interaktion und Funktionsfähigkeit einschränkt. Erste Behandlungsversuche prüfen den Einsatz von Psychotherapietechniken und nichtinvasiver Hirnstimulation.

Schizophrenie und ihre psychischen Komorbiditäten – Was bei Diagnostik und Therapie zu beachten ist

Komorbiditäten bei Patienten mit einer Schizophrenie kommen häufig und in großer Vielfalt vor. Sie können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Aus diesem Grund sollten eine Schizophrenie und ihre Komorbiditäten integrativ behandelt werden, wobei Interventionen für beide oder sogar für mehrere Störungsbilder beinhaltet werden sollen.

Kasuistik: Kultursensible Behandlung und langwirksame Antipsychotika (LAI) bei einem muslimischen Migranten mit Schizophrenie

Migranten haben verglichen mit der einheimischen Bevölkerung ein höheres Risiko an Schizophrenie zu erkranken. In Europa ist das relative Risiko, an psychiatrischen Störungen zu erkranken bei Einwanderern aus der Türkei höher als bei Einheimischen. Soziale Faktoren wie Diskriminierung und Anpassungsanforderungen im Einwanderungsland können das Auftreten von psychotischen Störungen begünstigen.