Hörschäden im Gehirn

Eine neue Studie zeigt, wie akute, hochgradige Lärmbelästigung zu langfristigen Änderungen im Gehirn führt. Das Forscherteam aus Göttingen, Magdeburg und Erlangen hat entdeckt, dass sich die Aktivität von Nervenzellen in der Hörrinde von Wüstenrennmäusen nach akuter Lärmbelästigung stark einschränkt, aber Wochen später deutlich verstärkt ist.

Nonverbale Kommunikation bei psychotischen Erkrankungen

Neben der Sprache benutzen wir im Alltag viele nonverbale Signale, um Informationen besser zu transportieren und interpretieren zu können. Wichtige nonverbale Signale sind Stimmmelodie, Gesichtsausdrücke und Gesten. Patienten mit psychotischen Erkrankungen haben besonders Schwierigkeiten, solche Signale zu verstehen und zu benutzen. Viele Schizophrenie Patienten benutzen Gesten falsch, was soziale Interaktion und Funktionsfähigkeit einschränkt. Erste Behandlungsversuche prüfen den Einsatz von Psychotherapietechniken und nichtinvasiver Hirnstimulation.

Chronotherapeutika bei neurodegenerativen Erkrankungen

Das zirkadiane System synchronisiert die innere zentrale und die peripheren Uhren untereinander und mit dem äußeren Tagesverlauf. Es ist bei neurodegenerativen Erkrankungen häufig stark beeinträchtigt. Das kommt in gestörtem Schlaf-Wach-Verhalten zum Ausdruck, wie zu beobachten bei den nächtlichen Unruhezuständen bei Demenz und bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung, die häufig der Parkinson-Erkrankung vorausgeht oder diese begleitet.

Medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist einer der wenigen neurologischen Krankheiten, die man mit aktivierenden Therapien, Medikamenten und im Einzelfall auch operativ gut behandeln kann. Die dopaminerge Therapie ist die wichtigste Säule und setzt sich aus L-Dopa und Dopaminagonisten, unterstützt von MAO-B- und COMT-Hemmern, zusammen. Hinzu kommen etliche weitere Substanzklassen.

Neurologische Rehabilitation nach Schlaganfall

Die neurologische Rehabilitation ist ein wesentliches Element in der Versorgung von Schlaganfallpatienten und schließt sich unmittelbar an die Akutversorgung an. Sie ist multimodal und erfolgt in definierten Rehabilitationsphasen, welche die Defizite und Ressourcen der Rehabilitanden berücksichtigen. Grundlage der Behandlungsstrategien ist die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich als Reaktion auf umschriebene zentrale Läsionen neu zu organisieren (neuronale Plastizität).

Therapeutische Optionen bei erwachsenen Patienten mit spinaler Muskelatrophie

Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine neurodegenerative autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. In Deutschland gibt es ca. 1500 betroffene Patienten. Der Untergang α-Motoneurone in Rückenmark und Hirnstamm führt zu schlaffen Paresen. Aufgrund der in den meisten Fällen monogenetischen Ätiologie bei 5q-assoziierter SMA bietet die Erkrankung eine gute Grundlage für kausal-orientierte Therapieformen.

Alkoholinduzierter Kopfschmerz –Pathogenese und Strategien der Prävention

Der Mechanismus der Pathogenese des zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzes, auch „Hangover“ bzw. „Kater“ genannt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ob Acetat oder das MEOS-Enzymsystem auslösende Faktoren sind, bedarf noch weiterer Studien. Bisherige Untersuchungen liefern jedoch interessante Ansatzpunkte, um alkoholinduzierte Symptome zu erklären, die sich nicht nur auf Kopfschmerzen beschränken.