Diagnostik der ADHS im Erwachsenenalter – Ein Update

Nachdem in den letzten 20 Jahren eine Reihe von, mittlerweile als bewährt zu bezeichnenden, Verfahren für ADHS im Erwachsenenalter entwickelt wurden, sind bis auf wenige Ausnahmen keine grundlegenden Neuerungen zu erkennen. Adaptation an DSM-5 und perspektivisch an ICD-11 stehen oft noch aus. Aktuelle Fragen der Diagnostik zentrieren sich um Themen wie Dimensionalität der ADHS im Erwachsenenalter, spezifische Fragen der Diagnostik (u. a. Manifestation im Zeitverlauf).

Update der S1-Leitlinie zu „Neurologischen Manifestationen bei COVID-19“ veröffentlicht

Im August 2020 wurde die S1-Leitlinie zu „Neurologischen Manifestationen bei COVID-19“ unter Federführung von Prof. Dr. med. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN, veröffentlicht. Nun folgte ein erstes Leitlinien-Update, denn es gab zwischenzeitlich relevante Erkenntnisse im Hinblick auf neurologische Manifestationen, ihre Therapien sowie die besondere Risikokonstellation von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

Placebos wirken auch bei bewusster Einnahme

Als Scheinmedikamente ohne pharmakologische Wirkstoffe kommen Placebos in klinischen Studien häufig als Vergleichsgröße zum Einsatz. Dass sie überraschend starke Effekte erzielen können, selbst wenn die Teilnehmenden das Placebo wissentlich einnehmen, konnten die Forschenden aus dem Department für Psychische Erkrankungen des Universitätsklinikums Freiburg nun wissenschaftlich belegen.

Aktuelle Aspekte der Sekundärprävention des ischämischen Schlaganfalls

Der Schlaganfall kannmit geschätzt 270.000 Fällen pro Jahrin Deutschland zu den Volkskrankheiten gezählt werden. Man unterscheidet zwischen ischämischen zerebrovaskulären Ereignissen (etwa 85 %, Transitorisch ischämische Attacke vs. ischämischer Schlaganfall) und Hirnblutungen (etwa 15 %). Neben der Akuttherapie und der Ursachenabklärung stellt die Sekundärprävention einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung dar.

Prävention der Migräne-Chronifizierung

Zur Vorbeugung eines Übergangs einer episodischen Migräne in eine chronische Migräne durch progrediente Attackenhäufung muss eine insuffiziente Behandlung der einzelnen Attacken und damit die mögliche Entwicklung eines Migräne-chronifizierenden Triptanübergebrauchs vermieden werden. Liegt ein Triptanübergebrauch bei einer episodischen Migräne und/oder Analgetikaübergebrauch bei einem in Kombination vorliegendem ursprünglichen Spannungskopfschmerz oder ein begleitender chronischer Spannungskopfschmerz vor, sollten diese Entitäten gesondert behandelt werden.