Dem Boten auf der Spur

Neuronen kommunizieren über weite Entfernungen und bilden bemerkenswert komplexe und verschlungene Netzwerke. Ihre Fortsätze, Dendriten und Axone, sind zwischen Hunderten von Mikrometern und bis zu einem Meter lang und stellen bis zu Zehntausende von Verbindungen, Synapsen, mit anderen Gehirnzellen her.

Medikamentöse Therapieoptionen bei episodischer und chronischer Migräne

Die Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Das
Krankheitsbild ist durch anfallsartig auftretende Kopfschmerzattacken mit
vegetativen Begleiterscheinungen und Reizüberempfindlichkeit
gekennzeichnet. Vor allem bei häufigen Migräneattacken führt
diese Erkrankung zu hohem Leidensdruck und psychosozialen Einbußen.
Bei der medikamentösen Behandlung von Migränepatienten
unterscheidet man die medikamentöse Akuttherapie von der Migräneprophylaxe.

Besondere Aspekte der multiplen Sklerose bei Kindern und Jugendlichen

Die pädiatrische MS hat viele Gemeinsamkeiten mit der Erwachsenen MS, unterscheidet sich aber auch in wichtigen Bereichen wie einer erhöhten Schubrate, frühen kognitiven Beeinträchtigungen und der Prognose. Weiterhin besteht eine breitere Differenzialdiagnose innerhalb der akuten demyelinisierenden, aber auch im Bereich der neurometabolischen und infektiösen Erkrankungen. Kinder und Jugendliche mit MS entwickeln bereits in der Anfangsphase kognitive Probleme mit erheblichen Auswirkungen auf den schulischen Alltag.

Therapieresistente Depressionen – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Etwa ein Drittel aller Patienten sprechen nicht auf eine antidepressive Behandlung an. Die Prädiktion des antidepressiven Behandlungserfolgs ist auch heute noch sehr begrenzt. Ursachen für die Therapieresistenz können diagnostische Faktoren, komorbide psychiatrische und somatische Erkrankungen, unzureichende Compliance, inadäquate Behandlung, Wechselwirkungen und Stoffwechselvarianten sein.

Neue Entwicklungen der medikamentösen Epilepsietherapie

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wirksamkeit der Epilepsietherapien trotz einer Vielzahl neuer Antikonvulsiva nicht wesentlich verbessern lassen. Allerdings erlaubte größere Medikationsvielfalt eine im Hinblick auf die Langzeitverträglichkeit bessere und individualspezifische Therapie. Zuletzt wurden die Therapiemöglichkeiten durch die Zulassungserweiterungen bei generalisierten Epilepsien und im Kindesalter von Lacosamid und Perampanel sowie durch die Zulassung von Cannabidiol und Fenfluramin bei seltenen und schwer behandelbaren Epilepsiesyndromen verbessert.