Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose

Am 10.05. wurde die aktualisierte und erweiterte S2k-Leitlinie der DGN zur Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose (MS) publiziert. Neu sind unter anderem konkrete Angaben, ob, wann und welche der verlaufsmodifizierenden Immuntherapien indiziert sind. So werden zunehmend neue Substanzen der letzten Jahre Eingang in die tägliche Praxis finden, wodurch die individuell angepasste Behandlung der MS-Patienten weiter verbessert werden kann.

Pycnogenol®: Wirksam bei Fibromyalgie Neue Studie zeigt positiven Effekt auf FMS-Symptome

Der Leidensdruck ist hoch, Beschwerden werden zu häufig nicht ernst genommen – Alltag für Patienten mit Fibromyalgie. Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) zeigt sich mit chronischen Schmerzen, Schlafstörungen aber auch durch eine Erschöpfungsneigung. Die medikamentöse Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) hat oftmals viele Nebenwirkungen und ihr Effekt ist bei der Behandlung von FMS-Symptomen gering.

Start mit zwei Injektionen: Neues Einstellungsregime mit Aripiprazol-Depot

Um Behandlern und deren Patienten mit Schizophrenie die Einstellung auf Aripiprazol-Depot (Abilify Maintena®) weiter zu erleichtern, wurde ein zusätzliches Einstellungsregime mit zwei Startinjektionen entwickelt, bei dem der Zeitraum der oralen Supplementierung minimiert ist: Zu Behandlungsbeginn werden zwei separate Injektionen mit 400 mg Abilify Maintena® verabreicht zusammen mit einer einmaligen oralen Anwendung von 20 mg Aripiprazol [1].

Protein CAP1 leitet Nervenzellen beim Wachsen

Ohne Gerüstbau keine Hirnentwicklung: Fallen in Nervenzellen diejenigen Proteine aus, die den Aufbau des Zellskeletts steuern, so kommt es zu Schäden im wachsenden Hirn. Das hat eine Forschungsgruppe aus den Lebenswissenschaften herausgefunden, indem es ein Protein untersuchte, das die Nervenzellen bei ihrer Verschaltung leitet.

Ein magnetischer Blick durch die Schädeldecke – Schnelle Gehirnsignale erstmals nichtinvasiv gemessen

Das Gehirn verarbeitet Informationen über langsame und schnelle Hirnströme. Um Letztere zu untersuchen, mussten bisher allerdings Elektroden in das Gehirn eingeführt werden. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Institut Berlin, haben diese schnellen Hirnsignale jetzt erstmals von außen sichtbar gemacht – und eine erstaunliche Variabilität festgestellt.

Neurokognitive Defizite nach einer COVID-19-Erkrankung spiegeln ausgedehnte Funktionsstörungen der Hirnrinde wider

Mit Abklingen der akuten Phase einer SARS-CoV-2-Infektion leiden viele Patienten unter fortbestehenden neurologisch-kognitiven Defiziten. Eine Studie konnte nun mit einer speziellen Bildgebungstechnik, der 18FDG-PET ([18F]Fluordesoxyglucose-Positronenemmissions-Tomografie), eine Verminderung des Glukosestoffwechsels im Gehirn nachweisen, die mit solchen neurokognitiven Defiziten assoziiert ist.

Vitamin A für Nervenzellen

Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind sich darüber einig, dass sich das Gehirn eines Menschen fortlaufend verändert, sich neu vernetzt und Umweltreizen anpasst. So lernt der Mensch Neues und schafft Erinnerungen. Diese Adaption und Formbarkeit wird als Plastizität bezeichnet.

ONTOZRY® (Cenobamat) erhält EU-Zulassung für die Behandlung von medikamentenresistenten fokalen epileptischen Anfällen bei Erwachsenen

Angelini Pharma, ein internationales Pharmaunternehmen, das zur italienischen Angelini-Gruppe gehört, die kürzlich das biopharmazeutische Unternehmen Arvelle Therapeutics übernommen hat, gab bekannt, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung für ONTOZRY® (Cenobamat) für die Begleittherapie von fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit Epilepsie erteilt hat, die trotz einer Behandlung mit mindestens zwei Antiepileptika in der Vorgeschichte nicht ausreichend kontrolliert sind.