SWIFT DIRECT-Studie favorisiert Kombinationsbehandlung bei ischämischem Schlaganfall

Bei Schlaganfällen ist entscheidend, dass die Behandlung ohne Zeitverlust beginnt, um bleibende Schäden/Behinderungen zu vermeiden. Bei schweren Schlaganfällen, bei denen oft Verschlüsse großer Hirngefäße durch Blutgerinnsel (Thromben) vorliegen, ist ein Kathetereingriff zur direkten Entfernung des Thrombus indiziert (Thrombektomie). Bislang war nicht belegt, ob bei Betroffenen, die direkt in ein Thrombektomiezentrum aufgenommen werden, vor dem Eingriff eine medikamentöse Gerinnselauflösung (i.v. Thrombolyse) begonnen werden sollte. Die SWIFT DIRECT-Studie [1] zeigte nun, dass das kombinierte Vorgehen mit vorheriger Thrombolyse der alleinigen Thrombektomie nicht unterlegen ist.

Multiple Sklerose: Hirnatrophie als Krankheitsmarker nicht geeignet

Bei vielen Multiple Sklerose-Patienten kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einem Verlust von Gehirnvolumen. Welche Rolle die Hirnatrophie in der Praxis spielt und inwieweit sie ein Marker in der MS-Behandlung sein könnte – darüber haben Experten im Rahmen eines Roundtables gesprochen. Den Zusammenhang zwischen dem Hirnvolumenverlust und einer Langzeit-Behinderungsprogression bei Patienten mit Multipler Sklerose erläuterte Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Essen.

Leitlinien-Update: Invasive Parkinson-Therapie

Die Parkinson-Erkrankung ist eine chronisch fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung, die durch ihre motorische Symptomatik unbehandelt schnell zu einer stark verminderten Lebensqualität führen kann. Die etablierte medikamentöse Therapie ist sehr hilfreich, hat aber im Verlauf der Erkrankung oft ihre Grenzen. Invasive Therapien werden daher stärker denn je weiterentwickelt und in Studien evaluiert – allen voran die tiefe Hirnstimulation. Ein aktuelles Leitlinien-Update der europäischen Fachgesellschaften EAN und MDS [1] gibt einen umfassenden Überblick.