Maulwürfe schrumpfen ihr Gehirn im Winter

Im Winter hat es der Europäische Maulwurf nicht leicht. Sein Stoffwechsel fordert ständig große Mengen an Futter, mehr als in den kalten Wintermonaten zur Verfügung steht. Da er keinen Winterschlaf halten oder wegziehen kann, löst er dieses Problem auf ungewöhnliche Art: er schrumpft sein Hirn. Forschende des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz haben entdeckt, dass der Europäische Maulwurf seinen Schädel und damit sein Hirn im Winter um elf Prozent verkleinert und ihn dann bis im Sommer um vier Prozent wieder vergrößert.

ADHS und Komorbiditäten bei Erwachsenen – Differenzialdiagnostische und therapeutische Ansätze

Die Mehrzahl der ADHS-Patientinnen und –Patienten hat eine oder mehrere komorbide Erkrankungen [1]. Eine Differentialdiagnose ist besonders relevant, um eine ADHS sowie weitere psychische oder neurologische Erkrankungen zu erkennen und richtig behandeln zu können. Über diagnostische und therapeutische Ansätze sowie Herausforderungen bei Komorbiditäten sprachen Experten im Rahmen der von Takeda ausgerichteten hybriden Fortbildungsveranstaltung „Fokus ADHS“.

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus

Was Multiple Sklerose (MS) auslöst, ist bis heute ungeklärt. Eine potenzielle Ursache ist das Epstein-Barr-Virus, kurz EBV. Wie dieses Virus, das die meisten Menschen in sich tragen, ohne dadurch Probleme zu haben, eventuell eine Rolle spielt bei der Autoimmunerkrankung, haben Neurologen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster näher untersucht und kommen zu folgendem Ergebnis: Das Virus könnte ursächlich sein für die schädlichen Prozesse, die bei MS im Nervensystem ablaufen. Darauf deutet eine auffällig hohe Zahl von EBV-spezifischen T-Zellen bei den Betroffenen hin, die für eine aktive – und dann folgenreiche – EBV-Infektion bei ihnen spricht.

Neues EU-Forschungsprojekt erforscht neurologische und neuropsychiatrische Komplikationen nach COVID-19-Infektionen

Das interdisziplinär ausgerichtete NEUROCOV-Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) wird in den nächsten fünf Jahren untersuchen, welche Rolle die Wechselwirkung zwischen Wirtssystem und Virus für die Entstehung neurologischer und psychiatrischer Symptome nach COVID-19-Infektionen spielt. Ziel ist es, eine Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen.

Wie visuelle Informationen von der Netzhaut ins Mittelhirn gelangen

Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz (in Gründung) zeigen erstmals, wie sensorische Nervenzellen in der Netzhaut präzise mit Nervenzellen der Colliculi superiores, einer Struktur im Mittelhirn, verbunden sind. Neuropixels-Sonden sind eine noch junge Elektrodengeneration mit besonders vielen Aufzeichnungspunkten für die elektrische Aktivität von Nervenzellen.