Wie visuelle Informationen von der Netzhaut ins Mittelhirn gelangen

Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz (in Gründung) zeigen erstmals, wie sensorische Nervenzellen in der Netzhaut präzise mit Nervenzellen der Colliculi superiores, einer Struktur im Mittelhirn, verbunden sind. Neuropixels-Sonden sind eine noch junge Elektrodengeneration mit besonders vielen Aufzeichnungspunkten für die elektrische Aktivität von Nervenzellen.

Zu sehen ist ein Kleinkind als Symbolbild für die irreversiblen Veränderungen der Hirnstruktur durch frühkindliche Erfahrungen.

Hirnstruktur: Irreversible Veränderungen durch frühkindliche Erfahrungen

Frühere neurowissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ungünstige Erfahrungen in den ersten Lebensmonaten und -jahren, wie zum Beispiel Blindheit oder Armut, die strukturelle Entwicklung des menschlichen Gehirns beeinträchtigen können. Nicht bekannt war aber bislang, ob sich die Hirnstruktur wieder erholen kann, wenn die Ursachen der Beeinträchtigungen beseitigt werden.