Prä-VITT-Syndrom

Eine Fallserie berichtet von Patienten, die sich nach Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin wegen heftiger Kopfschmerzen vorstellten und alle Laborkriterien einer Vakzin-induzierten thrombotischen Thrombopenie erfüllten, ohne dass jedoch die gefürchteten Hirn- oder Sinusvenenthrombosen vorlagen.

Medikamentöse Therapieoptionen bei episodischer und chronischer Migräne

Die Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Das
Krankheitsbild ist durch anfallsartig auftretende Kopfschmerzattacken mit
vegetativen Begleiterscheinungen und Reizüberempfindlichkeit
gekennzeichnet. Vor allem bei häufigen Migräneattacken führt
diese Erkrankung zu hohem Leidensdruck und psychosozialen Einbußen.
Bei der medikamentösen Behandlung von Migränepatienten
unterscheidet man die medikamentöse Akuttherapie von der Migräneprophylaxe.

Prävention der Migräne-Chronifizierung

Zur Vorbeugung eines Übergangs einer episodischen Migräne in eine chronische Migräne durch progrediente Attackenhäufung muss eine insuffiziente Behandlung der einzelnen Attacken und damit die mögliche Entwicklung eines Migräne-chronifizierenden Triptanübergebrauchs vermieden werden. Liegt ein Triptanübergebrauch bei einer episodischen Migräne und/oder Analgetikaübergebrauch bei einem in Kombination vorliegendem ursprünglichen Spannungskopfschmerz oder ein begleitender chronischer Spannungskopfschmerz vor, sollten diese Entitäten gesondert behandelt werden.

Alkoholinduzierter Kopfschmerz –Pathogenese und Strategien der Prävention

Der Mechanismus der Pathogenese des zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzes, auch „Hangover“ bzw. „Kater“ genannt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ob Acetat oder das MEOS-Enzymsystem auslösende Faktoren sind, bedarf noch weiterer Studien. Bisherige Untersuchungen liefern jedoch interessante Ansatzpunkte, um alkoholinduzierte Symptome zu erklären, die sich nicht nur auf Kopfschmerzen beschränken.

Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie bei chronischen Kopfschmerzerkrankungen

Chronische Kopfschmerzen verursachen häufig psychosoziale Konsequenzen, die sich wiederum negativ auf die Schmerzen auswirken und die weitere Chronifizierung fördern. Eine effektive Schmerztherapie sieht die Schmerzen vor dem Hintergrund der komplexen bio-psychosozialen Zusammenhänge und bezieht möglichst alle Aspekte der Schmerzerkrankung mit ein. Mit der IMST existiert ein etabliertes Behandlungskonzept in teilstationärem und stationärem Rahmen.

Clusterkopfschmerz und andere trigemino-autonome Kopfschmerzen: Was gibt´s Neues?

Trigemino-autonome Kopfschmerzen gehören zu den selteneren primären Kopfschmerzerkrankungen. Zu dieser Gruppe gehören neben dem Clusterkopfschmerz die paroxysmale Hemikranie, die Hemicrania continua und das SUNCT-/SUNA-Syndrom. Aufgrund ihrer Seltenheit werden diese Kopfschmerzen häufig fehldiagnostiziert. In der hier vorliegenden Arbeit soll eine Übersicht über das klinische Bild und therapeutische Möglichkeiten gegeben werden.

Medikamentöse Migräneprophylaxe

Kopfschmerzen führen viele Betroffene zum Hausarzt. Liegt ein schwerer Kopfschmerz vor, handelt es sich in den meisten Fällen um eine episodische oder chronische Migräne, die bei häufigen Attacken durch einen Übergebrauch von Akutmedikation kompliziert sein kann. Die Regelversorgung von Migränepatienten sollte neben der Akuttherapie der Attacke auch die Aufklärung über die Möglichkeiten einer Prophylaxe beinhalten und bei entsprechender Indikation auch eine prophylaktische Therapie einleiten.

Stimulation des Ganglion sphenopalatinum zur Behandlung des chronischen Cluster-Kopfschmerzes

Der Cluster-Kopfschmerz wird nach der aktuellen Klassifikation der International Headache Society als primärer Kopfschmerz der Gruppe der tri­gemino-autonomen Kopfschmerzen zugeordnet. Es lassen sich eine episodische und eine chronische Verlaufsform unterscheiden. Die Kopfschmerzattacken werden typischerweise von autonomen Sym­ptomen im Gesichtsbereich begleitet.