NCT/UCC Dresden: Oliver Bruns entwickelt hochpräzise Bildgebungsmethode für die Krebschirurgie

Der Biochemiker Oliver Bruns will die Bildgebung in der Krebschirurgie mit einer neuartigen Methode revolutionieren. Mit kurzwelligem Infrarotlicht, fluoreszierenden Farbstoffen und modernsten Kameras könnte es zukünftig möglich sein, während einer Operation einzelne Krebszellen an Tumorrändern und in Lymphknoten zu erkennen. Der Wissenschaftler und sein Team forschen im Grenzbereich von Biologie, Chemie, Ingenieurwissenschaften und Medizin und integrieren modernste Technik aus der Industrie, um die Therapie von Patientinnen und Patienten zu verbessern.

ASH 2021: Zwei neue Therapieansätze für stark vorbehandelte Patienten mit r/r Multiplem Myelom vorgestellt

Die im Rahmen der ASH-Jahrestagung 2021 vorgestellten neuen Studiendaten zu zwei bispezifischen, T-Zell-rekrutierenden Antikörpern zeigen ein anhaltendes und sich vertiefendes Ansprechen. Talquetamab (anti-GPRC5D/CD3) und Teclistamab (anti-BCMA/CD3) binden sowohl an der Oberfläche von Myelom- als auch T-Zellen und zeigen in den Phase-1/2-Studien keine neuen Sicherheitssignale.

Diarrhö-Prophylaxe: Verbesserte Verträglichkeit von Neratinib in CONTROL-Studie untersucht

Auf dem SABCS 2021 wurden die finalen Ergebnisse der CONTROL-Studie vorgestellt, in der sechs verschiedene Strategien zur Vorbeugung der Neratinib-assoziierten Diarrhö untersucht wurden. In der Zulassungsstudie ExteNET traten zuvor bei fast 40 % der behandelten Brustkrebs-Patientinnen eine schwere (Grad 3) Diarrhö auf, 17 % davon brachen die Therapie sogar ab. Die aktuellen Daten zeigen nun, dass eine Dosiseskalation von Neratinib in Kombination mit Loperamid (bei Bedarf) während der ersten zwei Behandlungswochen im Vergleich zu allen anderen Strategien am effektivsten war. Drei Viertel der Patientinnen konnten die Therapie länger als 11 Monate fortsetzen.

Rektumkarzinom: Entzündliche Fibroblasten vermindern Ansprechen auf Radiochemotherapie

Wissenschaftler des LOEWE-Zentrum Frankfurt Cancer Institute (FCI) und der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie am Universitätsklinikum Frankfurt haben einen neuen Resistenzmechanismus bei der Therapie des Rektumkarzinoms identifiziert. Ausgehend von klinischen Patientenproben konnten sie im Labor und in präklinischen Modellen zeigen, dass nicht in erster Linie die Tumorzellen selbst, sondern die umgebenden entzündlich veränderten Bindegewebszellen das Ansprechen auf eine Strahlentherapie wesentlich beeinflussen.

Symbolbild Podcast für junge Leute

Neuer Podcast „Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene“ zum Weltkrebstag gelauncht

Pünktlich zum Weltkrebstag am 4. Februar 2022 hat die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ihr neuestes Hilfsprojekt von jungen Betroffenen für junge Betroffene veröffentlicht. Mit dem kostenfrei verfügbaren Podcast „Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene“ schafft die Stiftung einen niederschwelligen und empathischen Zugang zu wichtigen Tipps und Informationen im Umgang mit einer Krebserkrankung.

Interview: „Progressionsrisiko von Meningeomen zuverlässiger vorhersagen“

Meningeome können gutartig bis hochgradig aggressiv sein, entsprechend unterscheiden sich Outcome und Therapie. Bisher gab es nur molekulare Biomarker für die WHO-Risikogruppe 3, doch nun hat eine internationale Gruppe von Forscher*innen, zu denen Prof. Dr. Dr. Felix Sahm zählt, ein Modell entwickelt, das das Progressionsrisiko auch für Meningeome WHO Grad 1 und 2 besser vorhersagt als das bisherige.

AIO 2021: Präzisionsonkologie trifft… Onkologen und Pathologen

2030 ist Präzisionsonkologie Standard, extrem komplex und nach Ansicht von Dr. med. Alexander Desuki, Mainz, ein komplett neues Feld bzw. ein neuer Facharzt oder eine Subspezialisierung. Pathologe Prof. Albrecht Stenzinger, Heidelberg, fügte hinzu, für ihn bedeute 2030 Präzisionsonkologie vor allem Interdisziplinarität.

Endometriumkarzinom: Ab sofort Überlebenszeit ohne Chemo!

Weltweit kommt das Endometriumkarzinom (EC, Gebärmutterkörperkrebs) mit 150.000 neuen Fällen pro Jahr vor. In Deutschland schätzt man, dass es 10 bis 25 auf 100.000 Frauen trifft. Übergewicht und Lebensstil spielen als ätiologische Faktoren eine Rolle. Die höchsten Inzidenzen des EC zeigt Saudi-Arabien, weil dort Adipositas und Diabetes extrem zunehmen. Auch beim EC gibt es eine genetische Belastung (Lynch-Syndrom).