AIO: Supportivtherapie erfährt immer noch zu wenig Beachtung

Die Behandlung der Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen onkologischer Therapien führt weiterhin ein Schattendasein in der Onkologie. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppensitzung Supportive Therapie klagten nicht nur über fehlendes Interesse jüngerer Kollegen, sondern auch über mangelhafte Kenntnisse, die sich z.B. in schlechter Umsetzung der Leitlinien-Empfehlungen in die klinische Praxis zeigten.

AIO: Künstliche Intelligenz in der Onkologie – Müder Experte versus „deep learning“-Rechner

Prof. Dr. Jakob Kather, Aachen, liegt der entscheidende Punkt für die Rolle des Arztes in der Übernahme von Verantwortung. Im Vordergrund stand jedoch in der Arbeitsgruppensitzung „Molekulare und translationale Onkologie“ nicht die Frage nach den Grenzen des Einsatzes künstlicher Intelligenz, sondern wie und in welchem Umfang diese die Diagnostik verbessern kann.

„AIO goes Radiology, AIO goes Visceralchirurgy, AIO goes everywhere“

Das Leberzellkarzinom (HCC) ist das fünfthäufigste Karzinom weltweit, Tendenz leider zunehmend. Also ab in die Arbeitsgruppen(AG)-Sitzung zu den Hepatobiliären Tumoren mit Prof. Arndt Vogel, Hannover. Es waren über 100 Teilnehmer allein virtuell zugeschaltet. Hier lautete ein wichtiger Appell, dass dringend Social-Media-Kanäle angeworfen werden sollen, jede Studie muss sich nun mit Website und mindestens einer Instagram-Präsenz wappnen.

Lenvatinib und Olaparib: Einsatz bei Leberkrebs und Pankreaskarzinom

Zwei Wirkstoffe standen im Fokus des Symposiums von MSD: Angesichts der neuen Zulassungssituation beim fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinom (HCC) sprach Prof. Dr. Marcus-Alexander Wörns aus Dortmund über den optimalen Einsatz des Tyrosinkinaseinhibitors (TKI) Lenvatinib. Prof. Dr. Dirk Arnold aus Hamburg berichtete über Olaparib, das in der Erhaltungstherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms (PC) mit BRCA-Keimbahnmutation eingesetzt wird.

Gynäkologische Tumoren: Fortschritt durch Immuntherapie

Während in den letzten Jahren PARP-Inhibitoren beim Ovarialkarzinom für die größten Fortschritte in der Gynäko-Onkologie gesorgt hatten, lieferte dieses Jahr die Immuntherapie beim Zervix- und Endometriumkarzinom einige gynäko-onkologische Highlights beim ESMO-Kongress 2021. Prof. Frederik Marmé, Mannheim, stellte einige dieser Studien bei einem Fachpresse-Workshop vor.

RET-Inhibition: Zielgerichtetes Medikament macht für Patienten den Unterschied

Ob ein RET-Inhibitor (RET-I) zur Verfügung steht, wie es jetzt der Fall ist, oder nicht, verdeutlichte PD Dr. med. Niels Reinmuth, München-Gauting, anhand eines Fallbeispiels einer Patientin mit RET-Fusion, die im Jahr 2019 zunächst noch ohne diese zielgerichtete Medikation behandelt werden musste. Auf einem von Lilly Oncology unterstützten Satellitensymposium während der DGHO-Jahrestagung erinnerte Prof. Dr. med. Hans-Georg Kopp, Stuttgart, zudem an die Zulassungsstudie von Selpercatinib.