Therapieresistente Depression: leitliniengerechte Behandlung und neue Optionen

Einem Großteil der Patienten, die an einer depressiven Episode leiden, lässt sich mit leitliniengemäßer Therapie – im Falle einer schweren depressiven Episode die Kombination von „lege artis“ durchgeführter Psychotherapie und antidepressiver Pharmakotherapie – gut helfen. So zeigte die STAR*D Studie, in der verschiedene Behandlungsstrategien bei depressiven Episoden untersucht wurden, dass die Remissionsrate über den ersten Behandlungsschritt bei 37 %, im zweiten Behandlungsschritt bei 31 % lag.

Die Betreuung schwangerer Multiple-Sklerose-Patientinnen in der Praxis

Eine erfolgreiche Schwangerschaft beginnt mit einer umfangreichen Information der Frauen mit Kinderwunsch über die Nebenwirkungen ihrer bisherigen Medikamente, die Einfluss auf das schwangerschafts- und geburtshilfliche Outcome haben, insbesondere auch über adäquate Reaktionen auf bestehende Komorbiditäten. Ein akuter Schub der Multiplen Sklerose (MS) kann ein Hemmnis für eine erfolgreiche Gravidität sein, weshalb alle Möglichkeiten der Prophylaxe genutzt werden sollten.

Schizophrenie und ihre psychischen Komorbiditäten – Was bei Diagnostik und Therapie zu beachten ist

Komorbiditäten bei Patienten mit einer Schizophrenie kommen häufig und in großer Vielfalt vor. Sie können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Aus diesem Grund sollten eine Schizophrenie und ihre Komorbiditäten integrativ behandelt werden, wobei Interventionen für beide oder sogar für mehrere Störungsbilder beinhaltet werden sollen.

Tuberöse-Sklerose-Komplex: Praktische Tipps

Die Aufgabe des niedergelassenen Kinderarztes ist es, zunächst die ersten klinischen Zeichen einer TSC zu erkennen und über die unterschiedlichen klinischen Manifestationszeitpunkte informiert zu sein. Das Follow-up und die Therapie sollten aufgrund der multisystemischen Manifestationen der Erkrankung durch ein multidisziplinäres Team erfolgen.

Kasuistik: Kultursensible Behandlung und langwirksame Antipsychotika (LAI) bei einem muslimischen Migranten mit Schizophrenie

Migranten haben verglichen mit der einheimischen Bevölkerung ein höheres Risiko an Schizophrenie zu erkranken. In Europa ist das relative Risiko, an psychiatrischen Störungen zu erkranken bei Einwanderern aus der Türkei höher als bei Einheimischen. Soziale Faktoren wie Diskriminierung und Anpassungsanforderungen im Einwanderungsland können das Auftreten von psychotischen Störungen begünstigen.

ADHS im Erwachsenenalter und Borderline-Persönlichkeitsstörung

175 Jahre nachdem der Arzt Heinrich Hoffmann die Kinderbuchfiguren (Zappel-)Philipp und Hans (Guck-in-die-Luft) erschuf, blicken wir weniger aus einer literarischen als vielmehr einer medizinischen Perspektive auf Verhaltensphänomene, bei denen die damals bereits beschriebenen Störungen der Selbstkontrolle und des Selbstmanagements vor dem Hintergrund einer neurobiologischen Störung der Exekutivfunktionen vorliegen.

Die Pathogenese und Therapie des Morbus Parkinson 2020

James Parkinson hat 1817 in seinem Buch „Shaking Palsy“ Patienten beschrieben, die unter Rigor, Akinese und Tremor litten. Diese Krankheit wurde später nach ihm benannt. Die motorischen Symptome sind auf eine Verminderung der dopaminergen Neurone des nigrostriatalen Systems zurück zu führen. Die symptomatische medikamentöse Therapie reduziert die motorischen Defizite, vermag aber nicht das Gesamt-Beschwerdebild und die Progression der Erkrankung günstig zu beeinflussen.