Enhertu® reduziert beim metastasierten HER2low HR+/- Mammakarzinom das Risiko für Krankheitsfortschreiten oder Tod um 50 %

Detaillierte positive Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie DESTINY-Breast04 zeigten, dass Enhertu® (Trastuzumab-Deruxtecan) bei vorbehandelten Patientinnen mit inoperablem und/oder metastasiertem HER2low Mammakarzinom mit hormonrezeptorpositiver oder -negativer Erkrankung im Vergleich zur Chemotherapie ein überlegenes und klinisch bedeutsames progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben erreichte.

Melanome: Ruhephase konservieren und Rückfall verhindern

Einige Melanomzellen befinden sich in einem eher langsamen Zyklus und scheinen nicht wesentlich zum Krebswachstum beizutragen. Es handelt sich dabei jedoch um Zellen vom sogenannten Persister-Typ, die oft erst während einer Krebsbehandlung in die aktive Zellteilung wechseln. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben in Laborversuchen deshalb eine neue Strategie erfolgreich erprobt.

Vom Bild zum Gen: Was Minitumoren über zukünftige Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs verraten

Organoide von Darmkrebstumoren verändern ihre Gestalt systematisch, wenn sie dem Einfluss bestimmter Medikamente ausgesetzt sind. Das zeigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DKFZ und von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Durch Kombination mikroskopischer und genetischer Hochdurchsatzverfahren mit maschinellem Lernen konnten die Forscher diese Gestaltveränderungen bestimmten zellulären Prozessen zuordnen und diese mit pharmakologischen Wirkstoffen gezielt auslösen.

Hodgkin-Lymphom: Therapie mit Brentuximab Vedotin erhöht Chance auf Heilung

Neu diagnostizierte Hodgkin-Lymphome (HL) sind mit den heutigen Therapieregimes in über 90 % der Fälle heilbar. Dagegen sein rezidivierte und refraktäre Erkrankungen erheblich schwieriger zu behandeln, äußerte Prof. Dr. Peter Borchmann, Köln. „Brentuximab Vedotin ist im Gegensatz zur konventionellen Chemotherapie das erste zielgerichtete Medikament zur Therapie des HL“, so Borchmann. Brentuximab Vedotin ist ein CD30-Antigen, welches spezifisch bei bestimmten Lymphomen vorkommt.

Zerebrale Flüssigkeitsverschiebungen bei Neuro-COVID

Bei an COVID-19 Verstorbenen werden im Gehirn histologisch häufig entzündliche Veränderungen der weißen Substanz nachgewiesen, im zerebralen MRT sind dagegen selbst bei neurologischer Symptomatik oft keine Auffälligkeiten zu sehen. Eine Studie von Forschenden aus Freiburg konnte mit einer speziellen Bildgebungstechnik ausgedehnte mikrostrukturelle Veränderungen in der weißen Substanz identifizieren, offenbar bedingt durch Flüssigkeitsverschiebungen.