Transplantationserfolg: Patient kann nach 40 Jahren wieder sehen

Nach einem Arbeitsunfall erblindete Reinhard Menzel auf beiden Augen. Dass er heute nach fast 40 Jahren wieder sehen kann, verdankt er der Erfindung einer neuen Operationstechnik von Prof. Dr. Arne Viestenz und seinem Team von der Universitätsmedizin Halle. Bei dieser Methode werden Hornhaut und Stammzellen transplantiert, um die Sehkraft nach einer Hornhautverätzung wiederherzustellen.

Durchbruch bei Glaukom: Drucksensor-Chip nun zugelassen

Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck können jetzt deutlich engmaschiger kontrolliert werden. Mit einem kleinen Drucksensor-Mikrochip, der ins Auge eingesetzt wird, kann die Behandlung auf Grundlage von vielen hundert Messwerten erfolgen anstatt wie bisher üblich nur auf ein bis zwei Druckwerten pro Quartal. Der Eyemate-Sensor wurde am KHERI-Forschungsinstitut der Augenklinik Sulzbach zusammen mit dem Start-up Implandata entwickelt und patentiert.

Gemeinsamer Kampf gegen neuroretinale Degeneration

Erbliche Netzhauterkrankungen sind bis heute nicht heilbar; der Verlust des Augenlichts erfolgt zum Teil bereits in jungen Jahren. Umso wichtiger ist die Grundlagenforschung zu künftigen Behandlungsmöglichkeiten. Das Schwerpunktprogramm SPP 2127 „Gen- und zellbasierte Therapien für die Behandlung neuroretinaler Degeneration“, das 2018 unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen startete, wird für weitere drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund sechs Millionen Euro gefördert.