Organoid-Forschung: Coronaviren gehen ins Auge

SARS-CoV-2 kann auch in die Netzhaut gelangen und Schäden anrichten. Unklar ist, welche Netzhautstrukturen infiziert werden und ob die Schäden direkt oder indirekt Folge einer Infektion sind. Ein Team vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat daher an menschlichen Netzhaut-Organoiden die Infektion der Netzhaut untersucht. Demnach werden vor allem retinale Ganglienzellen, aber auch Lichtsinneszellen infiziert. In diesen Zelltypen können sich Coronaviren sogar vermehren.

Long Covid: Wie können Augenärzte zur Heilung beitragen?

Viele Menschen leiden noch Monate nach einer überstandenen Covid-19-Infektion unter anhaltenden Symptomen wie Erschöpfung, Gedächtnisstörungen oder erhöhtem Blutdruck. Der Handlungsbedarf ist groß. Eine Studie untersucht nun die Heilungschancen durch medikamentöse Neutralisierung eines Autoantikörpers. Daran ist auch die Augenklinik der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt.