SCLC: Exploratorische Analyse des HLA-Genotyps in der CASPIAN-Studie

In der CASPIAN-Studie wurde mit Durvalumab zu Etoposid plus Platin (EP) ein statistisch signifikanter und mit Durvalumab plus Temelimumab plus EP ein numerischer Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Chemotherapie gezeigt. Da eine Assoziation der HLA-Expression und des HLA-Genotyps wahrscheinlich mit einem Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren assoziiert ist, wurden die Daten der CASPIAN-Studie auf einen Zusammenhang zwischen dem HLA-I/II-Genotyp mit dem Gesamtüberleben analysiert.

Hodgkin-Lymphom: Charakteristiken und Prognose bei erstem Rezidiv nach zeitgemäßer Therapie

Bei 80-90% der Patienten mit Hodgkin-Lymphom wird mit einer risikoadaptierten Erstlinientherapie eine Heilung erreicht. In der Zweitlinientherapie wird – die Eignung der Patienten vorausgesetzt – eine Salvage-Therapie mit beispielsweise 2x DHAP gefolgt von BEAM und autologer Stammzelltransplantation durchgeführt. Die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (GSHG) erstellte eine detaillierte Evaluation von Behandlungscharakteristika und der Prognose beim ersten Rezidiv nach zeitgemäßer Erstlinientherapie.

Gastrointestinale Stromatumoren: Ripretinib wirksam bei intensiv vorbehandelten Patienten

Die doppelblinde, 2:1-randomisierte placebokontrollierte Phase-III-Studie INVICTUS untersuchte den KIT- und PDGFRA-Kinaseinhibitor Ripretinib bei 129 Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) und ≥ 4 vorangegangenen Therapielinien. Es wurde bereits eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) dokumentiert, nun wurden beim DGHO reifere Daten vorgestellt.

NSCLC: Vor- und Nachteile von Liquid Biopsy und Gewebeprobe

Die MET exon 14-Mutation ist eine neu entdeckte Treibermutation beim nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). In der GEOMETRY-Studie wurde für den MET-Inhibitor Capmatinib eine vielversprechende Wirksamkeit evaluiert. Die Methode der Mutationsanalyse hat über die Patientenselektion einen Einfluss auf das Therapieergebnis, so das Resultat einer beim DGHO präsentierten Auswertung der Studie.