DGU-Präsident Stenzl und EAU-Generalsekretär Chapple beschworen die europäische Zukunft der Urologie

Die europäische Perspektive der Urologie spielte die Hauptrolle im Zukunftsforum der DGU. Das „Zukunftsfach Urologie“, so DGU-Präsident Prof. Arnulf Stenzl, ist in die europäische Urologie integriert. Stenzl hob die gemeinsame Medizingeschichte hervor, verwies auf die Kooperation mit der Europäischen Union etwa bei der Früherkennung des Prostatakarzinoms und betonte für die Zukunft, dass die fachliche Weiterbildung…

Jürgen Gschwendt wird DGU-Präsident 2024

Vor wenigen Minuten ging die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Urologie im Internationalen Congresscenter Stuttgart zu Ende. Die Mitglieder wählten Prof. Jürgen Gschwendt, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, zunächst zum DGU-Vizepräsidenten und dann für 2024 zum DGU-Präsidenten. Außerdem wurden fünf Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt:…

Roboterassistierte Urologie: Teurer Marketing-Luxus oder medizinische Innovation?

Die Grundfrage der Abwägung zwischen Kosten und Nutzen der roboterassistierten radikalen Prostatektomie kann auch 2021 nicht beantwortet werden. Prof. Johannes Huber aus der urologischen Universitätsklinik Dresden hat am frühen Nachmittag ein Akademie-Forum unter der Fragestellung „Mensch und Roboter im Spannungsfeld von Qualität und Ökonomie“ moderiert. Im Pro-und-Kontra-Diskurs trafen der Gonauer „Robotik-Papst“ PD Dr. Jörn Witt…

Das neue WHO-Manual: Was ändert sich in der Praxis?

Prof. Hans-Christian Schuppe von der Justus-Liebig-Universität aus Gießen berichtete über Änderungen in der Neuauflage des Laborhandbuchs der WHO für die Untersuchung und Aufbereitung von menschlichem Sperma (>>zur Onlineversion). Die sechste Auflage ist übersichtlicher geworden. So wurden weiterführende Hinweise und Vorlagen in einer Appendix-Sammlung untergebracht. Die Methodenbeschreibungen wurden optisch und inhaltlich aufgeräumt. Ziel war es das…

Symptombezogene Therapie der Multiplen Sklerose – eine Zusammenfassung der Leitlinienempfehlungen 2021

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche und neurodegenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der neben der verlaufsmodifizierenden, immunologisch orientierten Therapie die symptombezogene Therapie eine wichtige Rolle spielt, insbesondere bei progredienten Verläufen und Patienten mit alltags- und berufsrelevanten Funktionsbeeinträchtigungen. Diesem Umstand trägt die 2021 aktualisierte S2k-Leitlinie zur „Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-Optica-Spektrum- und MOG-IgG assoziierten Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Rechnung, in der der aktuelle Wissensstand nicht nur zu den Immuntherapien, sondern auch zu den vielfältigen Symptomen der MS zusammengefasst ist und evidenzbasierte Empfehlungen für deren Behandlung gegeben werden. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt diese für die fünf häufigsten und bedeutsamsten Symptome der MS – Fatigue, eingeschränktes Gehvermögen, Spastik, Blasenstörungen und kognitive Störungen – vor, für die übrigen Symptome sei auf den Leitlinientext auf der Homepage der DGN verwiesen.

Prä-VITT-Syndrom

Eine Fallserie berichtet von Patienten, die sich nach Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin wegen heftiger Kopfschmerzen vorstellten und alle Laborkriterien einer Vakzin-induzierten thrombotischen Thrombopenie erfüllten, ohne dass jedoch die gefürchteten Hirn- oder Sinusvenenthrombosen vorlagen.