Mantelzell-Lymphome

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine seltene und weiterhin unheilbare Form des B-NHL. War die Prognose am Anfang des Jahrtausends mit mittleren Überlebenszeiten von wenigen Jahren noch infaust, so konnten in den letzten zwei Dekaden große Fortschritte verzeichnet werden. Diese setzen sich mit der Entwicklung zielgerichteter Substanzen und hochspezialisierter Immuntherapien wie der CAR-T-Zelltherapie weiter fort. Im folgenden Artikel werden sowohl die zugrundeliegende Pathophysiologie des MCL erläutert als auch aktuelle Therapiestandards und kommende Entwicklungen dargelegt.

„Über den Genen“ – Wie die Epigenetik zur Entstehung von Leukämien beiträgt

Leukämien betreffen alle Altersgruppen, allerdings steigt ihre Inzidenz mit dem Alter stark an. Trotz der großen Behandlungsfortschritte liegt die 5-Jahres-Überlebensrate – je nach Leukämieform – nur bei etwas über 50 %. Daher wird weltweit nach neuen Therapieansätzen geforscht. Dabei stehen insbesondere Gene im Fokus, die das Wachstum von Krebszellen beeinflussen. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Stuttgart und des DRK-Blutspendedienstes Frankfurt in einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojekt eine neue Verbindung zwischen Krebsgenen und der Wachstumssteuerung von Zellen entdeckt.

Marginalzonen-Lymphome

Marginalzonen-Lymphome (nodal, splenisch und extranodal) sind eine pathologisch und klinisch heterogene Gruppe, mit deutlichen Unterschieden im Hinblick auf Prognose und Therapie. Während nodale Marginalzonenlymphome in Analogie zu follikulären Lymphomen behandelt werden ist gerade die Therapie des extranodalen Marginalzonen- Lymphoms (MALT-Lymphom) von den pathophysiologischen Charakteristika dieser Erkrankung geprägt.

Erhöhtes Risiko arterieller und venöser Gefäßverschlüsse bei KrebspatientInnen

Eine aktive Krebserkrankung ist ein bekannter Risikofaktor für das Auftreten von arteriellen und venösen Thrombosen. An der MedUni Wien wurde nun die erste bevölkerungsbasierte Studie durchgeführt, die das Risiko für Venenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle untersucht hat. In dieser landesweiten Analyse konnte gezeigt werden, dass das relative Risiko für arterielle und venöse Thrombosen bei KrebspatientInnen aller Altersgruppen erhöht ist.