Keine Krebsmedizin ohne Supportivtherapie

Die Arbeitsgemeinschaft supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) hat sich zum Ziel gesetzt, die supportive Versorgung und Lebensqualität onkologischer Patienten während und nach der Behandlung ihrer malignen Erkrankung zu verbessern. Prof. Dr. med. Petra Feyer, Berlin, berichtete über einige Highlights vom diesjährigen virtuellen AGSMO-Kongress.

Fortgeschrittener Brustkrebs: Erhalt der Selbstständigkeit steht bei den Patientinnen ganz oben

Frauen mit fortgeschrittenen HR+, HER2- Mammakarzinomen haben einen signifikanten Überlebensvorteil durch eine Kombinationstherapie aus Abemaciclib (Verzenios®) plus Fulvestrant. Aber abgesehen von den Überlebensdaten ist den Patientinnen auch die Lebensqualität immens wichtig. Während eines virtuellen Pressegesprächs stellten Experten dar, wie es den Patientinnen unter einer Abemaciclib-Therapie, die durchaus ein paar Jahre dauern kann, ergeht.

Neue zielgerichtete, hochempfindliche Bildgebung für die Diagnostik des Malignen Melanoms

Das maligne Melanom ist die aggressivste Form von Hautkrebs und mit stark steigender Inzidenz eine der häufigsten Tumorerkrankungen. Bei Metastasierung ist es essenziell, sämtliche Krebszellen mittels zielgerichteter Bildgebung aufzuspüren. Mannheimer Forscher haben jetzt – gefördert von der Wilhelm Sander-Stiftung – neue Bildgebungsagenzien entwickelt, die sämtliche Tumorherde darstellen können.

EHA 2021: 5-Jahres-Follow-Up der MAIA-Studie zum OS in der Erstlinientherapie mit Daratumumab-Rd

Auf dem virtuellen EHA-Kongress 2021 wurden die Ergebnisse zum Gesamtüberleben der Phase-III-Studie MAIA vorgestellt. Nach fast 5 Jahren Nachbeobachtungszeit konnte ein signifikanter Vorteil des Gesamtüberlebens für Daratumumab in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason im Vergleich zu Lenalidomid und Dexamethason allein in der Erstlinientherapie von Patient:innen mit Multiplem Myelom, die nicht für eine autologe Stammzelltherapie geeignet waren, beobachtet werden.