Marginalzonen-Lymphome

Marginalzonen-Lymphome (nodal, splenisch und extranodal) sind eine pathologisch und klinisch heterogene Gruppe, mit deutlichen Unterschieden im Hinblick auf Prognose und Therapie. Während nodale Marginalzonenlymphome in Analogie zu follikulären Lymphomen behandelt werden ist gerade die Therapie des extranodalen Marginalzonen- Lymphoms (MALT-Lymphom) von den pathophysiologischen Charakteristika dieser Erkrankung geprägt.

Erhöhtes Risiko arterieller und venöser Gefäßverschlüsse bei KrebspatientInnen

Eine aktive Krebserkrankung ist ein bekannter Risikofaktor für das Auftreten von arteriellen und venösen Thrombosen. An der MedUni Wien wurde nun die erste bevölkerungsbasierte Studie durchgeführt, die das Risiko für Venenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle untersucht hat. In dieser landesweiten Analyse konnte gezeigt werden, dass das relative Risiko für arterielle und venöse Thrombosen bei KrebspatientInnen aller Altersgruppen erhöht ist.

Analyse der MINDACT-Studie: MammaPrint identifiziert präzise extrem indolenten Ultra-Low-Risk-Brustkrebs

Auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung wurden Daten aus der wegweisenden MINDACT-Studie vorgestellt: ein zusätzlicher Risikogrenzwert, der zuvor innerhalb der MammaPrint Low Risk-Kategorie festgelegt wurde und Patientinnen mit einem ultraniedrigen Risiko (Ultra-Low Risk) für ein Fernrezidiv identifiziert. Dieser neue Risikogrenzwert sagt aus, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Tumor der Patientin in den nächsten 20 Jahren der Nachbeobachtung erneut auftritt oder metastasiert. Diese Information könnte hilfreich sein, um die adjuvante Behandlung für Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium weiter zu optimieren.