Neue Kombination aus Impfstoff und Immun-Checkpoint-Inhibitoren als vielversprechender Ansatz gegen Krebs

Laut einer neuen Studie von Immunologen der Universität Konstanz könnte ein neuer Krebsimpfstoff die positive Wirkung bestehender Immuntherapie-Medikamente verstärken und die Erfolgsquote der Behandlungen von 20 % auf 75 % steigern. Der Impfstoff, der ein neues Immunstimulans enthält, das auch für den Einsatz beim Menschen geeignet ist, konnte die in der Studie behandelten Mäuse teilweise von Tumoren befreien.

Fortgeschrittenes ALK-positives NSCLC: Erste OS-Daten untermauern intra- und extrakranielle Wirksamkeit von Lorlatinib

Lorlatinib ist derzeit der einzige ALK-TKI der dritten Generation, der in der ALK-TKI-Sequenztherapie zugelassen ist. Kürzlich publizierte Follow-up-Daten der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie mit einem Follow-up von mehr als 30 Monaten enthalten erstmals Ergebnisse zum medianen Gesamtüberleben sowie zur medianen Dauer des Ansprechens unter Lorlatinib. Die Studiendaten bestätigen ein sowohl intra- als auch extrakranielles Ansprechen der PatientInnen auf Lorlatinib.

Gebärmutterkrebs: Molekulares Tumorprofil könnte Chemo- und Strahlentherapie um ein Fünftel reduzieren

WissenschafterInnen des Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und AKH Wien konnten in einer retrospektiven Studie zeigen, dass die Erstellung eines molekularen Tumorprofils die Risikoeinschätzung und somit die Therapieentscheidung beim Gebärmutterkrebs verbessern kann. Darüber hinaus konnten die ForscherInnen belegen, dass die Erstellung dieses molekularen Tumorprofils im klinischen Alltag routinemäßig durchführbar ist.

Nachwuchs-Mediziner fordern: Der Klinikalltag wird sich in Zukunft verändern müssen

Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Generationenforschung in Zusammenarbeit mit dem Jungen Forum der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. sowie der Universität Tübingen und der Universität Bonn. „Die Ergebnisse sind eindeutig und erfordern ein dringendes Umdenken im medizinischen Alltag, in der Lehre und in unserer Gesellschaft.“, erklärte Studienleiter Jun.-Prof. Dr. Martin Weiss, Universität Tübingen.

Behandlung der chronischen Immunthrombozytopenie im Kontext von SARS-CoV-2

Die Behandlung der chronischen Immunthrombozytopenie (cITP) schließt unter anderem immunsuppressive Therapien ein. Der Einsatz von Anti-CD20-Antikörpern (Off-Label) zielt z. B. auf die Depletion CD20-positiver B-Lymphozyten ab. Dies könnte die gesundheitlichen Risiken für die Patienten erhöhen. Tavlesse® (Fostamatinib) bietet mit seinem neuartigen Wirkmechanismus eine Alternative. Es ist für erwachsene cITP-Patienten zugelassen, die gegenüber anderen Behandlungsarten therapieresistent sind. In der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) wird der Wirkstoff ab der Zweitlinientherapie empfohlen.

Novartis verleiht ersten InCa-Förderpreis für junge Wissenschaftler im Bereich Inflammation & Lungenkrebs

Ende März 2021 hat Novartis zum ersten Mal den Mitte 2020 ausgeschriebenen InCa-Förderpreis an drei junge Ärzt*innen und Naturwissenschaftler*innen für ihre prospektiven, wissenschaftlichen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet „Inflammation und Lungenkrebs“ verliehen. Ziel des Förderpreises ist es, junge Wissenschaftler*innen aus dem Bereich Immunologie und Onkologie zur Verbesserung des Verständnisses der Rolle von Inflammation bei Krebserkrankungen zu fördern.

Die Therapie des epithelialen Ovarialkarzinoms

Innovative forschungsfortschritte haben in den letzten Jahren die Therapie des Ovarialkarzinoms, einer der aggressivsten gynäkologischen Krebserkrankungen, revolutioniert. Stellvertretende für viele andere Entitäten zeigt sich bei der Therapie des Ovarialkarzinoms, dass das Zusammenspiel von modernen molekularpathologischen Faktoren und klinisch operativer Expertise den Weg für eine personalisierte und zielgerichtete Therapie ebnet.

Suizidassistenz: DGPPN fordert größtmöglichen Schutz des Lebens

Im vergangenen Jahr hat das Bundesverfassungsreicht das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe gekippt und hohe Anforderungen an die Selbstbestimmtheit, Dauerhaftigkeit und Ernsthaftigkeit des Sterbewunsches gestellt. Nun hat der Deutsche Ärztetag festgestellt, dass die Suizidassistenz keine ärztliche Aufgabe ist und zugleich die zentrale Bedeutung der Suizidprävention betont.