Therapeutische Optionen bei erwachsenen Patienten mit spinaler Muskelatrophie

Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine neurodegenerative autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. In Deutschland gibt es ca. 1500 betroffene Patienten. Der Untergang α-Motoneurone in Rückenmark und Hirnstamm führt zu schlaffen Paresen. Aufgrund der in den meisten Fällen monogenetischen Ätiologie bei 5q-assoziierter SMA bietet die Erkrankung eine gute Grundlage für kausal-orientierte Therapieformen.

Bauchgefühl – Mikrobiom und Gehirn

Kaum ein funktionelles System des menschlichen Organismus hat von der überwiegenden Missachtung bis hin zum Hype eine ähnliche Karriere hingelegt wie das Mikrobiom des Darms. Zunächst interessierten sich Gastroenterologen für das Thema, schließlich gibt es vom Reizdarm bis hin zu entzündlichen Darmerkrankungen viele Anknüpfungspunkte dafür, dass diese und weitere Erkrankungen etwas mit der „Darmflora“ zu tun haben könnten.

Alkoholinduzierter Kopfschmerz –Pathogenese und Strategien der Prävention

Der Mechanismus der Pathogenese des zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzes, auch „Hangover“ bzw. „Kater“ genannt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ob Acetat oder das MEOS-Enzymsystem auslösende Faktoren sind, bedarf noch weiterer Studien. Bisherige Untersuchungen liefern jedoch interessante Ansatzpunkte, um alkoholinduzierte Symptome zu erklären, die sich nicht nur auf Kopfschmerzen beschränken.

Depressionsbehandlung: Niedrigschwellige Kardinalmaßnahmen als Ergänzung oder Alternative zur Pharmako- oder Psychotherapie

Niedrigschwellige Kardinalmaßnahmen sollten aufgrund ihrer Zugänglichkeit, einfachen Umsetzbarkeit und Effektivität unabhängig vom Schweregrad der Depression grundsätzlicher Therapiebestandteil sein. Sie können ergänzend oder als Alternative zur Pharmako- oder Psychotherapie angewandt werden. Sie stärken die Betroffenen in ihrer Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit und tragen hiermit zu einer höheren Erfolgsrate der Depressionsbehandlung bei.