Neurobiologie und Neuropsychologie der Verhaltenssüchte am Beispiel der Gaming Disorder

Für eine optimierte Prävention und Behandlung von suchtartig ausgeübten Verhaltensweisen ist ein Verständnis der neuropsychologischen und neurobiologischen Prozesse notwendig. Bisherige Forschung zeigt, dass eine Überaktivierung belohungsassoziierter Prozesse und eine Herunterregulierung selbstregulatorischer Fähigkeiten für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Verhaltenssüchten wichtige Mechanismen darstellen.

Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie bei chronischen Kopfschmerzerkrankungen

Chronische Kopfschmerzen verursachen häufig psychosoziale Konsequenzen, die sich wiederum negativ auf die Schmerzen auswirken und die weitere Chronifizierung fördern. Eine effektive Schmerztherapie sieht die Schmerzen vor dem Hintergrund der komplexen bio-psychosozialen Zusammenhänge und bezieht möglichst alle Aspekte der Schmerzerkrankung mit ein. Mit der IMST existiert ein etabliertes Behandlungskonzept in teilstationärem und stationärem Rahmen.

Moyamoya-Angiopathie und zerebrale Vaskulitis als Differenzialdiagnosen der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose ist mit mehr als 120.000 Erkrankten in Deutschland die häufigste chronische ZNS-Erkrankung junger Menschen, die zu bleibender Behinderung und vorzeitiger Berentung führen kann. Differentialdiagnostisch müssen chronisch-infektiöse Erkrankungen, Kollagenosen, Leukodystrophien und Sonderformen entzündlich-demyelinisierender Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zu den seltenen Differentialdiagnosen gehören die Moyamoya-Angiopathie und die Primär isolierte ZNS-Vaskulitis (PCNSV).

Fatigue und Fatigability bei MS – Zwei Seiten einer Medaille

Fatigue ist ein prominentes und vielschichtiges Symptom der Multiplen Sklerose. Trotz seiner Bedeutung sind der Begriff und das Phänomen nur unscharf definiert. Hilfreich ist die Entwicklung des Begriffs Fatigability, der die Änderung der Leistungsfähigkeit (change of performance) erfasst und sie der Fatigue als der subjektiven Wahrnehmung des Patienten (subjective sensation) gegenüberstellt.