Medikamentöse Migräneprophylaxe

Kopfschmerzen führen viele Betroffene zum Hausarzt. Liegt ein schwerer Kopfschmerz vor, handelt es sich in den meisten Fällen um eine episodische oder chronische Migräne, die bei häufigen Attacken durch einen Übergebrauch von Akutmedikation kompliziert sein kann. Die Regelversorgung von Migränepatienten sollte neben der Akuttherapie der Attacke auch die Aufklärung über die Möglichkeiten einer Prophylaxe beinhalten und bei entsprechender Indikation auch eine prophylaktische Therapie einleiten.

Neue und alte Anfallsklassifikationen im Vergleich

Eine intuitive und verständliche Klassifikation von Anfallsformen ist der Grundstein für die Kommunikation zwischen Patient, Hausarzt, Neurologe und Epileptologe. Die operationale Klassifikation von Anfallsformen der ILAE 2017 adressiert eine Reihe von Problemen mit der vorherigen Version von 1981 und bietet in der erweiterten Fassung eine Vielzahl nützlicher Anfallssymptome. Als konkurrierende Alternative wird die semiologische Klassifikation vorgestellt.

Multiple Sklerose und Kinderwunsch – Erfahrungen aus dem Deutschen Multiple Sklerose und Kinderwunschregister

MS-Patientinnen haben nicht per se eine Risikoschwangerschaft. Durch die Erkrankung wird das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen oder negative Schwangerschaftsausgänge nicht erhöht, sodass die meisten Patientinnen gesunde Kinder haben werden. Dennoch sollten Schwangerschaften gut geplant werden, und die Therapieoption mit dem größtmöglichen Nutzen für die Mutter und dem geringstmöglichen Risiko für das Kind gemeinsam mit der Patientin und ihrem Partner eruiert werden.

Ernährung und Schluckstörung bei Morbus Parkinson

Hat man früher die Parkinson’sche Erkrankung im Wesentlichen auf die Motorik reduziert, weiß man heute, dass es sich hier um ein wesentlich komplexeres Krankheitsbild handelt, das auch das vegetative Nervensystem umfasst und insbesondere auch gastrointestinale Zusammenhänge mit der Krankheitsentstehung diskutiert werden. Daraus ergibt sich ein enger Zusammenhang zwischen Ernährung und Schluckbeschwerden bei Morbus Parkinson, der hier im Einzelnen diskutiert werden soll.