Nonverbale Kommunikation bei psychotischen Erkrankungen

Neben der Sprache benutzen wir im Alltag viele nonverbale Signale, um Informationen besser zu transportieren und interpretieren zu können. Wichtige nonverbale Signale sind Stimmmelodie, Gesichtsausdrücke und Gesten. Patienten mit psychotischen Erkrankungen haben besonders Schwierigkeiten, solche Signale zu verstehen und zu benutzen. Viele Schizophrenie Patienten benutzen Gesten falsch, was soziale Interaktion und Funktionsfähigkeit einschränkt. Erste Behandlungsversuche prüfen den Einsatz von Psychotherapietechniken und nichtinvasiver Hirnstimulation.

Chronotherapeutika bei neurodegenerativen Erkrankungen

Das zirkadiane System synchronisiert die innere zentrale und die peripheren Uhren untereinander und mit dem äußeren Tagesverlauf. Es ist bei neurodegenerativen Erkrankungen häufig stark beeinträchtigt. Das kommt in gestörtem Schlaf-Wach-Verhalten zum Ausdruck, wie zu beobachten bei den nächtlichen Unruhezuständen bei Demenz und bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung, die häufig der Parkinson-Erkrankung vorausgeht oder diese begleitet.

Medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist einer der wenigen neurologischen Krankheiten, die man mit aktivierenden Therapien, Medikamenten und im Einzelfall auch operativ gut behandeln kann. Die dopaminerge Therapie ist die wichtigste Säule und setzt sich aus L-Dopa und Dopaminagonisten, unterstützt von MAO-B- und COMT-Hemmern, zusammen. Hinzu kommen etliche weitere Substanzklassen.

Neurologische Rehabilitation nach Schlaganfall

Die neurologische Rehabilitation ist ein wesentliches Element in der Versorgung von Schlaganfallpatienten und schließt sich unmittelbar an die Akutversorgung an. Sie ist multimodal und erfolgt in definierten Rehabilitationsphasen, welche die Defizite und Ressourcen der Rehabilitanden berücksichtigen. Grundlage der Behandlungsstrategien ist die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich als Reaktion auf umschriebene zentrale Läsionen neu zu organisieren (neuronale Plastizität).

Therapeutische Optionen bei erwachsenen Patienten mit spinaler Muskelatrophie

Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine neurodegenerative autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. In Deutschland gibt es ca. 1500 betroffene Patienten. Der Untergang α-Motoneurone in Rückenmark und Hirnstamm führt zu schlaffen Paresen. Aufgrund der in den meisten Fällen monogenetischen Ätiologie bei 5q-assoziierter SMA bietet die Erkrankung eine gute Grundlage für kausal-orientierte Therapieformen.

Bauchgefühl – Mikrobiom und Gehirn

Kaum ein funktionelles System des menschlichen Organismus hat von der überwiegenden Missachtung bis hin zum Hype eine ähnliche Karriere hingelegt wie das Mikrobiom des Darms. Zunächst interessierten sich Gastroenterologen für das Thema, schließlich gibt es vom Reizdarm bis hin zu entzündlichen Darmerkrankungen viele Anknüpfungspunkte dafür, dass diese und weitere Erkrankungen etwas mit der „Darmflora“ zu tun haben könnten.

Alkoholinduzierter Kopfschmerz –Pathogenese und Strategien der Prävention

Der Mechanismus der Pathogenese des zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzes, auch „Hangover“ bzw. „Kater“ genannt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ob Acetat oder das MEOS-Enzymsystem auslösende Faktoren sind, bedarf noch weiterer Studien. Bisherige Untersuchungen liefern jedoch interessante Ansatzpunkte, um alkoholinduzierte Symptome zu erklären, die sich nicht nur auf Kopfschmerzen beschränken.

Depressionsbehandlung: Niedrigschwellige Kardinalmaßnahmen als Ergänzung oder Alternative zur Pharmako- oder Psychotherapie

Niedrigschwellige Kardinalmaßnahmen sollten aufgrund ihrer Zugänglichkeit, einfachen Umsetzbarkeit und Effektivität unabhängig vom Schweregrad der Depression grundsätzlicher Therapiebestandteil sein. Sie können ergänzend oder als Alternative zur Pharmako- oder Psychotherapie angewandt werden. Sie stärken die Betroffenen in ihrer Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit und tragen hiermit zu einer höheren Erfolgsrate der Depressionsbehandlung bei.

Neurobiologie und Neuropsychologie der Verhaltenssüchte am Beispiel der Gaming Disorder

Für eine optimierte Prävention und Behandlung von suchtartig ausgeübten Verhaltensweisen ist ein Verständnis der neuropsychologischen und neurobiologischen Prozesse notwendig. Bisherige Forschung zeigt, dass eine Überaktivierung belohungsassoziierter Prozesse und eine Herunterregulierung selbstregulatorischer Fähigkeiten für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Verhaltenssüchten wichtige Mechanismen darstellen.